Körperfettanteil

Wie viel Körperfett ist normal?

Der Körperfettanteil des Menschen beschreibt vereinfacht ausgedrückt, wie viel Prozent des Körpers aus Fett besteht. Ein erhöhter Körperfettanteil ist häufig ein Indiz für Übergewicht und kann dadurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie beispielsweise Arteriosklerose, vergrößern. Ein zu niedriger Körperfettanteil kann jedoch auch für den Körper zu schädliche Auswirkungen führen.

Häufig wird der Körperfettanteil in einem Atemzug mit dem Body-Mass-Index (kurz: BMI) genannt, der unsere Körpergröße und unser Körpergewicht zueinander in ein Verhältnis setzt. Der BMI-Wert kann dabei als grober Richtwert betrachtet werden, ob die jeweilige Person normal-, über- oder untergewichtig ist; jedoch lassen sich anhand dieses Wertes keinerlei Aussagen über die Zusammensetzung des Körpers treffen. Der Körperfettanteil hingegen hilft die Zusammensetzung des Körpers besser zu bestimmen. In diesem Artikel wird dem Körperfett richtig auf die Pelle gerückt.

Einen BMI-Rechner gibt es hier.

Was du über Körperfett wissen solltest

Der Körperfettanteil gibt wie bereits gesagt an, wie viel Prozent der Körpermasse aus Fett bestehen. Der Prozentsatz ist dabei nicht unbedingt von der jeweiligen Figur der Person abhängig, da auch schlanke Menschen innere Fettdepots haben können. Der Anteil selbst sagt auch wiederum wenig über das Verhältnis der einzelnen Fettarten innerhalb des Körpers aus. Zwei relevante Unterscheidungen sind dabei das Strukturfett und das Speicherfett.

Strukturfett vs. Speicherfett

Das Strukturfett unterstützt essentiell unseren Körper, indem es Organe und Gelenke vor einer übermäßigen Druckbelastung schützt. Speicherfett kann dagegen einen schädlichen Effekt für unsere Gesundheit haben – zumindest, wenn zu viel davon eingelagert wird. Dieses Körperfett wird in der Unterhaut gespeichert, beispielsweise am Bauch, an den Oberschenkeln und am Gesäß und dient dem Körper als Fettreserven bei Mangelernährung.

Letztlich lässt sich festhalten, dass der Körper einen gewissen Fettanteil benötigt um ordnungsgemäß zu funktionieren. Ein gesunder Körperfettanteil sollte daher bei Männern immer über sechs und bei Frauen über zwölf Prozent liegen. Ist dies nicht mehr gewährleistet, so beginnt der Körper die Strukturfettreserven aufzubrauchen, wodurch Beschwerden auftreten.

Gefahren von einem zu hohen Körperfettanteil

Ist der Körperfettanteil jedoch zu hoch, so geht dies meistens mit einer Erhöhung der Blutfettwerte und des Blutdrucks Hand in Hand und kann dadurch auch gesundheitlich schädlich Folgen entwickeln. Insbesondere das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose und das Schlaganfall- sowie Herzinfarkt-Risiko steigt durch einen Anstieg dieser Werte und wird durch das gefährliche Bauchfett nochmals erhöht. Sogar die Entstehung von Diabetes mellitus wird durch einen gestiegenen Körperfettanteil begünstigt.

Um den tatsächlichen Körperfettanteil zu erhalten, können entweder das sehr aufwendige Hydrostatische Wiegen, eine Hautfaltenmessung mittels Caliper oder die ungenauen handelsüblichen Körperfett-Waagen eingesetzt werden. Auch eine ärztliche Untersuchung kann Aufschluss über den tatsächlichen Körperfettanteil geben.

Idealer Körperfettanteil

Da sowohl ein zu niedriger, als auch ein erhöhter Körperfettanteil gesundheitliche Risiken birgt, stellt sich automatisch die Frage nach dem idealen Prozentsatz. Dieser hängt jedoch von verschiedenen Faktoren wie dem Geschlecht, dem Alter und dem individuellen Körperbau ab. Zusätzlich liegt der Prozentsatz bei Frauen deutlich höher als bei Männern und nimmt im Alter aufgrund abnehmender Muskelmasse weiter zu.

Ein 20 Jahre alter Mann hat so einen idealen Körperfettanteil von 15%; eine gleichaltrige Frau liegt bereits bei 22% idealen Körperfettanteils. Bereits 20 Jahre später liegen die idealen Körperfettanteil-Werte bei etwa 21% bei Männern und etwa 25% bei Frauen.