Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz? Die besten Tipps für den Alltag

Wer Laktose nicht verträgt, tut sich fürchterlich schwer mit dem Speiseplan? Was scheinbar von vielen angenommen wird, ist so nun wirklich nicht der Fall. Aber was bedeutet so eine Unverträglichkeit eigentlich und wie macht sie sich bemerkbar? Wie Sie auch mit einer Laktoseintoleranz unbeschwert durchs Leben gehen können, zeigen Ihnen folgende Top-Laktose-Tipps.

Laktoseintoleranz: was, woher und wie erkennt man es?

Zwar wird in Zusammenhang mit Laktose oft von einer „Allergie“ gesprochen, doch das ist so nicht richtig. Im Gegensatz zu einer Immunreaktion, bedeutet eine Laktoseintoleranz, dass der Körper das Enzym Lactase nicht bilden kann. Dieses ist normal dafür zuständig, Milchzucker in Galactose (Schleimzucker) und Glucose (Traubenzucker) aufzuspalten. Das ist wichtig – denn gelangt der Milchzucker einfach ohne Aufspaltung in den Dickdarm, kommt es zu Beschwerden.

Müsli mit Milch

Bei einer Laktoseintoleranz sind leckere Frühstücksvarianten, wie Müslis mit Milch, nicht so einfach möglich.

Meistens zeigt sich eine Intoleranz durch Blähungen und Durchfall, sowie andere Magenbeschwerden. Prinzipiell eine „natürliche“ Reaktion, denn ursprünglich konnte der Mensch diese notwendige Aufspaltung nach dem Abstillen gar nicht durchführen! Sogar der berühmte „Ötzi“ konnte nachweislich keine Milchprodukte verarbeiten.

Welcher Laktose-Typ sind Sie? Es gibt verschiedene Indikatoren für eine Laktoseintoleranz. Meistens kommt die sogenannte primäre Laktoseintoleranz vor – hier kann der Körper nach einer gewissen Zeit einfach kein Lactase mehr bilden. Die sekundäre Version entsteht etwa durch Magen-Darm-Entzündungen, starken Alkoholmissbrauch oder auch Mangelernährung. Eine angeborene Intoleranz ist sehr selten – sie zeigt sich bei Säuglingen durch Durchfall.

3 Tipps für den Alltag, die das Leben leichter machen

Doch wie geht man so eine Laktoseintoleranz nun am besten an? Hier ein paar Möglichkeiten:

Tipp 1: Milchzucker vermeiden

Ein logischer Schritt, wenn man ihn nicht verträgt. Doch das ist natürlich leichter gesagt, als getan. Produkte wie Wurst, Müslimischungen, Gemüsekonserven, Süßstoff oder sogar die Anti-Baby-Pille benutzen Milchzucker gerne als Bindemittel. Na super – doch nicht verzweifeln. Inzwischen bieten auch die kleinsten Supermärkte laktosefreie Milch an und auch Käse muss nicht tabu sein. Fermentierte Milchprodukte beispielsweise enthalten nur noch wenig Laktose. Und ein wenig davon ist glücklicherweise nicht schlimm – denn es handelt sich ja um keine Allergie.

Side-Tipp: je höher der Reifegrad von Käse, desto weniger Milchzucker-Gefahr!

Tipp 2: Enzyme shoppen  

Okay, der Körper kann also kein Lactase bilden. Na schön, dann ist ein naheliegender Lösungsansatz, dieses Enzym einfach durch Präparate einzunehmen. Dazu gibt es unterschiedliche Dosierungen und Produkte, darunter auch solche, die sogar von schwangeren und stillenden Frauen völlig bedenkenlos eingenommen werden können. Einige helfen auch aktiv gegen Beschwerden und können parallel zu Milchprodukten konsumiert werden. Informieren Sie sich am besten bei Ihrem Arzt, um das passende Mittel zu finden.

Tipp 3: Sorgenfrei mit vegan

vegan leben

Ein veganer Lebensstil ist für Personen mit Laktoseintoleranz von großem Vorteil.

Eine geniale und gesunde Alternative bietet eine vegane Ernährung. Dabei verzichtet man konsequent auf Fertig-und Milchprodukte und hat so keine Magensorgen mehr. Es wäre allerdings falsch zu behaupten, dass ein veganer Speiseplan nicht aufwändig ist. Mittlerweile gibt es zwar viele Restaurants und Shops, in denen Sie bedenkenlos vegan speisen können, doch nicht immer bietet sich diese angenehme Möglichkeit an. Oft muss man vorher penibel genau die Zutatenliste studieren, bevor man ohne Herzklopfen zugreifen kann. Doch dafür geht es Körper und Seele besser.

Side-Tipp: Rauchern und Kaffeeliebhabern wird Kalzium als Nahrungsergänzung empfohlen. Auch hier gibt es Präparate, die reich an wertvollen Stoffen sind.

Fazit

Eine Laktoseintoleranz bedeutet nicht das Ende der Welt – klar muss man besser aufpassen und ein wenig kreativ mit dem Speiseplan sein. Doch ein wenig Gedanken an die Ernährung zu verlieren, schadet unserem Körper gewiss nicht. Passen Sie auf, nicht zu viel Milchzucker zu sich zu nehmen und besorgen Sie sich Ihr Lactase einfach auf anderem Weg. Oder Sie wagen einmal die vegane Route. Mit der richtigen Ernährung bleiben Sie gewiss beschwerdefrei.